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Wasserski auf dem Gardasee

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Wasserski auf dem Gardasee
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Wasserski ist ein Sport, der 1928 von Ralph Samuelson erfunden wurde und der in einer Sportart gleich zwei Disziplinen vereint: Skifahren (im Schnee) sowie das Surfing (auf dem Wasser). Der Wasserskifahrer lässt sich von einem Motorboot mittels eines Nylonseils ziehen und hält das eine Seilende fest in den Händen, das in ein geflochtenes Dreieck mit einem mit Gummi umfassten Handgriff aus Eisen endet, der sogenannten ‚Hantel’. Er gleitet an der Wasseroberfläche mit unterschiedlichen Skibrettern entlang, die je nach der speziellen Sportart des Wasserskifahrers variieren. Die Skibretter werden aus verschiedenem Material hergestellt, wie Bienenwachs, Kohlenstofffasern, Graphit oder Kohlen-Kevlarfasern und haben einen internen Kern aus Styropor oder aus Holz. Der Slalomski hat ein Metallstück (fast immer aus Aluminium) mit einer Tiefe von 5 cm bis 8 cm, auch ‚Schwert’ genannt, dessen Tiefe und Winkelgrad vom Fahrer längsseitig eingestellt werden kann. Bei den Spring-Skiern haben beide Elemente ein kleines festes Schwert, mit der maximalen Tiefe zwischen ca. 3 cm.

Der Akrobatik-Ski hingegen hat kein Schwert, da bei dieser Disziplin vor allem viele Drehungen um sich selbst und Achsendrehungen gemacht werden. Die Hauptfunktion des Schwerts besteht darin, dem Ski eine Richtung zu geben und der rückwärtige Teil – Schwanz genannt – darf keinen Richtungseinschränkungen ausgesetzt sein. Die Ski haben weiche Gummianschlüsse, die ganz anders sind als die der traditionellen Schnee-Ski. Seit den neunziger Jahren sind nun auch feste Anschlüsse auf dem Markt, mit einem ähnlichen Fußteil wie die der Rollschuhe, um bei bestimmten, technischen Bewegungen eine erhöhte Leistungsfähigkeit des Skis zu gewährleisten. Daher gibt es unterschiedliche Modelle von mehr oder weniger harten Anschlüssen, um die unterschiedlichen Vorlieben der Skifahrer gerecht zu werden, was die Anschlüsse angeht. Im Gegensatz zu den Disziplinen, die mit dem Surfen oder Wellenreiten verbunden sind, werden beim Wasserski Wellen oder Wind gemieden, die beim Wasserskifahren als Hindernisse empfunden werden.

Ein weiteres wichtiges Element stellt die Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren dar: während die verschiedenen Surfer mit Segeln, Wellen und Drachen arbeiten, um sich fortzubewegen, nutzt der Wasserskifahrer die Geschwindigkeit des Motorbootes, um seine eigene zu erhöhen. Es handelt sich um eine Sportart, bei der man viel Spaß hat, und die nur im Freien und mit Respekt zur Natur ausgeübt wird.

URSPRUNG DES WASSERSKIS
Der Wasserski-Sport wurde in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts geboren. Und bereits zu Beginn aller Zeiten hat der Mensch immer wieder versucht, das Wasser in irgendeiner Form zu beherrschen. Mit dem Aufkommen von Booten ist er einen Schritt weitergekommen. Dann begann der Mensch, eine physische Herrschaft anzustreben, ähnlich wie die Bibel dem berühmten Gang über das Wasser von Jesus Christus eine göttliche Bedeutung zukommen lässt. Im Laufe der Geschichte gab es viele Experimente, damit sich der Mensch mit minimalen Einsatz von externen Faktoren im oder auf dem Wasser fortbewegen kann.

An dieser Stelle seien die von Perez gemachten Erfahrungen aufgeführt: es handelt sich um einen spanischen Erfinder, der eine Gabel aus Eisen mit variabler Breite an zwei Holzkörper befestigte, die nach oben aufgestellt waren. Perez blieb auf dieser metallenen Gabelung in der Tat auf den Beinen stehen und bei der Ausführung der klassischen Gehbewegung konnte er sich tatsächlich fortbewegen und Flüsse und kleinere Wasserbecken überqueren. Außerdem gibt es Berichte über ein paar Dänen, die sich um das Jahr 1870 herum in aufrechter Position mit einem verlängerten Paddel auf Kanus fortbewegten, die in einer typischen „H“-Form angeordnet waren. Im Jahre 1928 wurde in Österreich das „Water-Walking“ erfunden: es handelt sich hier um ein Paar Ski, die zwei kleinen Kajaks ähnelten und in die der „Geher“ die Füße steckte; mit zwei Stöcken, die in der Form den nordischen Skistöcken ähnlich sind, erfolgte der Vorwärtsschub. In den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts ließen sich einige Jungendliche von der amerikanischen Westküste mit Seilen von nur wenigen Metern von den ersten Fischkuttern ziehen, mit hölzernen Fischkisten an den Füßen. Dies wurde bald zur Mode, die aber nach wenigen Jahren mit dem Ableben der Kapitäne dieser Schiffe bald verschwand. Die wahre Revolution erfolgte durch Ralph Samuelson, der allgemein als Erfinder dieser Sportart anerkannt wird. Als Sohn eines Schiffsmechanikers war Samuelson als eine Person bekannt, die vor keiner Gefahr zurückschreckte und sich gerne neuen, auch den verrücktesten Herausforderungen stellte.

Im Jahre 1922 stellte er folgende Hypothese auf: „Wenn ich auf dem Schnee Ski fahren kann, dann sollte ich das auch auf dem Wasser können.“ So versuchte er, sich von einem Boot mittels eines Paars von geraden Holzbrettern ziehen zu lassen und dies mit unglaublichen Folgen. Probleme bereiteten auch die Schneeski, die für Wasser zu schmal und zu dünn waren. Daher suchte er den lokalen Schreiner auf und ließ ein Paar Holzbretter mit abgerundeter, nach oben gerichteter Spitze anfertigen, die Vorläufer des heutigen Wasserskis. Mit diesen Instrumenten wurden seine Experimente zwischen 1922 und 1928 zu wahren Schauspielen, während er versuchte, eine immer höhere Geschwindigkeit zu erreichen (1925 ließ er sich von einem Wasserflugzeug bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h ziehen) und dabei immer größere Risiken einging, wie der Sprung von einer – für bessere Gleitfähigkeit von Fett überzogenen - kleinen Rampe. Samuelson verlangte nie Geld für seine Vorführungen. Leider erlitt er im Jahre 1937 einen Bruch im Rückenbereich und musste so seine Aktivitäten einstellen.

Er genoss aber hohes Ansehen, weil er die Voraussetzungen für eine Sportart geschaffen hatte, die sich zum Wasserski entwickeln sollte. Die dreißiger Jahre erfuhr eine Evolution der Formen: das Dreieck mit einem mit Gummi umfassten Handgriff, der sogenannten Hantel, kam auf  und neue Methoden wurden erprobt wie der Monoski (hier befinden sich die Füße hintereinander in vertikaler Position). Die Entwicklungen nahmen mit dem 2. Weltkrieg ein Ende.


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